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Handwerk vorgestellt
Das Weben
Das Verarbeiten von Wolle und Flachs hat eine lange Tradition.
So verhalfen Tuchmacher und Leineweber den Städten schon im
Mittelalter zu wirtschaftlicher Blüte. Wegen der guten Qualität
war die Ware im In- und Ausland gefragt. Mitte des 16. Jahrhunderts
wurde leichtes und kühlendes Leinen aus der Oberlausitz über
die großen Handelshäuser in Nürnberg sogar bis in
den Orient, Afrika und Amerika exportiert.
1666 hatten die Großschönauer Leineweber Friedrich und
Christoph Lange die Damastweberei in Holland kennengelernt und sie
in ihrer Heimat eingeführt. Schon wenige Jahrzehnte später
war der Großschönauer Damast weltbekannt. In keinem anderen
Ort Deutschlands wurde so lange und so viel Damast gewebt, wie in
diesem Dorf. Mehr als 320 Jahre hat auch die Bandweberei die westliche
Oberlausitz geprägt. Produkte aus Großröhrsdorf
waren über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt.
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