Der Blaudruck
Der Blaudruck wird für Deutschland erstmals 1689 in
einer Augsburger Chronik erwähnt. Der Schön- und Schwarzfärber
Jeremias Neuhof hatte als erster das da-mals neue Reservedruckverfahren
mit Indigoüberfärbung angewendet. Pate für diese
Farbgebung stand das zu dieser Zeit beliebte Chinaporzellan.
In der Oberlausitz ist der Blaudruck bereits vor 1739 beheimatet.
So ist es aus alten Wanderbüchern der Blaudruckergesellen
zu entnehmen. Die Pulsnitzer Werkstatt ist heute vermutlich
die älteste noch in Deutschland arbeitende Blaudruck-
Manufaktur. Sie praktiziert das Verfahren in seiner ursprünglichen
Art und Weise. An großen Drucktischen werden Baumwoll-
und Leinenstoffe Stück für Stück mit Modellen
(Holzformen) bedruckt.
|